
Nicht jede Erkrankung muss operiert werden. Wir schöpfen konservative Möglichkeiten konsequent aus und besprechen einen Eingriff erst, wenn er einen erkennbaren Vorteil bringt. Die folgenden Verfahren setzen wir ein.
Minimalinvasive Fußchirurgie
Bei geeigneten Fehlstellungen des Vorfußes lassen sich Korrekturen über wenige Millimeter kleine Zugänge durchführen. Der Knochen wird dabei unter Röntgenkontrolle mit einer feinen Fräse durchtrennt und in die korrigierte Stellung gebracht. Die knöcherne Korrektur entspricht der offenen Operation – Ziel ist es, Haut und Weichteile möglichst zu schonen. Schwellung und Narbenbildung hängen vom Eingriff und dem individuellen Heilungsverlauf ab.
Dr. Daiwei Yao bietet das Verfahren zur Korrektur eines Hallux valgus, zur Entlastung schmerzhafter Mittelfußköpfchen bei Metatarsalgie und zur Korrektur von Kleinzehenfehlstellungen an. Ob ein minimalinvasives Vorgehen möglich ist, hängt von Art und Ausmaß der Fehlstellung ab – nicht jeder Fuß ist dafür geeignet. In diesen Fällen kann eine offene Korrektur das geeignetere Vorgehen sein. Wir besprechen die Möglichkeiten und Grenzen individuell.
Korrektur- und Umstellungsosteotomien
Bei einer Osteotomie wird der Knochen gezielt durchtrennt, in die korrekte Stellung gebracht und stabil fixiert. Sie ist das zentrale gelenkerhaltende Verfahren am Fuß – vom Hallux valgus über den Rückfuß bis zur Korrektur in Fehlstellung verheilter Brüche. Ziel ist es, die Belastung wieder gleichmäßig zu verteilen und den Verschleiß aufzuhalten.
Arthroskopie des Sprunggelenks
Die Gelenkspiegelung erlaubt über kleine Zugänge die direkte Beurteilung und Behandlung des Gelenks. Eingesetzt wird sie bei freien Gelenkkörpern, knöchernem oder weichteiligem Impingement sowie bei Knorpel- und osteochondralen Läsionen. Häufig wird sie mit einem zweiten Eingriff kombiniert, etwa einer Bandstabilisierung.
Knorpeltherapie
Kleinere Knorpelschäden behandeln wir arthroskopisch durch Glättung und Eröffnung des darunterliegenden Knochens, um eine Ersatzgewebebildung anzuregen. Bei größeren oder tiefer reichenden Läsionen kommen knorpelrekonstruktive Verfahren infrage. Die Auswahl richtet sich nach Größe, Lage und Stabilität der Läsion sowie nach Alter und Aktivitätsniveau.
Bandrekonstruktion und Bandstabilisierung
Bei chronischer Instabilität des Sprunggelenks stellen wir den Bandapparat wieder her – je nach Qualität der eigenen Bandstrukturen durch Naht und Raffung oder durch Bandersatz. Voraussetzung für ein gutes Ergebnis ist, dass eine begleitende Rückfußfehlstellung mitkorrigiert wird; sonst geht die Stabilität erneut verloren.
Sehnenchirurgie
Das Spektrum reicht von der Naht der gerissenen Achillessehne über die Entfernung krankhaft veränderten Sehnengewebes bis zur Rekonstruktion und zum Sehnentransfer, bei dem eine benachbarte Sehne die Funktion der geschädigten übernimmt. Sehneneingriffe am Rückfuß kombinieren wir in der Regel mit einer knöchernen Korrektur.
Arthrodesen (Versteifungsoperationen)
Bei fortgeschrittenem Verschleiß kann die Versteifung des betroffenen Gelenks infrage kommen. Ziel ist es, Schmerzen zu reduzieren. An Großzehengrundgelenk, Fußwurzel und Rückfuß ist der Funktionsverlust im Alltag meist gering, weil Nachbargelenke einen Teil der Bewegung übernehmen. Wichtig ist die Korrektur der Stellung im selben Eingriff.
Osteosynthese bei Frakturen
Instabile und gelenkbeteiligende Brüche versorgen wir mit Schrauben, Platten oder Drähten. Ziel ist die anatomische Wiederherstellung der Gelenkfläche und eine übungsstabile Situation, die eine frühe Beweglichkeit erlaubt.
Revisionschirurgie und Materialentfernung
Nicht jeder Eingriff am Fuß führt zum gewünschten Ergebnis. Wiederkehrende Fehlstellungen, verbliebene Schmerzen, störendes Material oder eine ausbleibende knöcherne Heilung erfordern eine sorgfältige Ursachenanalyse, bevor erneut operiert wird. Wir nehmen uns Zeit für die Beurteilung von Voroperationen, Bildgebung und Befund und besprechen offen, was ein weiterer Eingriff realistisch erreichen kann – und was nicht.
Termin buchen ↗