
Bandverletzungen und chronische Instabilität
Das Umknicken mit Bandverletzung am oberen Sprunggelenk gehört zu den häufigsten Sportverletzungen. Die meisten frischen Verletzungen heilen unter funktioneller Behandlung folgenlos aus. Bestehen wiederholtes Umknicken, Unsicherheitsgefühl und Belastungsschmerz fort, liegt eine chronische Instabilität vor – häufig mit Begleitschäden an Knorpel und Gelenkstrukturen.
Behandlungsweg: Konsequente Stabilisierungstherapie mit Physiotherapie, propriozeptivem Training und Orthese. Bei anhaltender mechanischer Instabilität operative Bandstabilisierung oder Bandersatz.
Knorpelschäden und osteochondrale Läsionen
Schäden an Knorpel und darunterliegendem Knochen entstehen nach Verletzungen oder bei beginnendem Verschleiß. Beschwerden sind belastungsabhängige Schmerzen, Schwellneigung und ein Gefühl von Blockierung. Größe, Lage und Stabilität der Läsion bestimmen die Prognose.
Behandlungsweg: Entlastung, Physiotherapie und Infiltration, bei geeigneten Befunden Hyaluronsäure oder ACP. Operativ arthroskopische Behandlung – von Débridement und Mikrofrakturierung bis zu knorpelrekonstruktiven Verfahren.
Impingement und freie Gelenkkörper
Knöcherne Anbauten oder verdicktes Weichgewebe können am vorderen oder hinteren Gelenkspalt einklemmen und die Beweglichkeit schmerzhaft begrenzen – bei Sportlern ein häufiger Grund für Beschwerden beim tiefen Beugen oder beim Abstoßen. Freie Gelenkkörper führen zusätzlich zu Blockierungen.
Behandlungsweg: Konservativ Belastungsanpassung und Infiltration. Operativ arthroskopische Abtragung der einklemmenden Strukturen.
Sprunggelenkarthrose (oberes und unteres Sprunggelenk)
Die Arthrose des Sprunggelenks entsteht überwiegend als Folge früherer Verletzungen und betrifft daher oft jüngere Patienten als die Arthrose an Hüfte oder Knie. Sie führt zu Belastungsschmerz, zunehmender Bewegungseinschränkung und einer deutlich verkürzten Gehstrecke.
Behandlungsweg: Schuhzurichtung, Orthesen, Physiotherapie sowie Infiltration mit Hyaluronsäure oder ACP. Operativ gelenkerhaltende Umstellung bei zugrunde liegender Fehlstellung, arthroskopische Behandlung von Begleitschäden und – bei fortgeschrittenem Verschleiß – Versteifung des Gelenks. Kommt für Sie ein Gelenkersatz infrage, besprechen wir das ausführlich und vermitteln Sie an ein Zentrum mit entsprechendem Schwerpunkt.
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